1. FC Heidenheim vs. RB Leipzig

Zum sechsten Heimspiel in der Saison war im Albstadion der ambitionierte Aufsteiger aus Leipzig zu Gast. Die Devise war klar. Ein Sieg musste her, wollte man doch die Tabellenführung weiter ausbauen. Im Gegensatz zum Burghausen-Spiel baute Frank Schmidt auf zwei Positionen seine Mannschaft um. Julius Reinhardt begann nach überstandener Verletzung wieder im Mittelfeld von Anfang an, genauso wie Dennis Malura auf der rechten Abwehrseite.

10 200 Zuschauer sahen einen sehr konzentrierten Beginn beider Mannschaften. Die erste Chance des Spiels hatten die Hausherren. Dennis Malura flankte von rechts herein. Aber RB-Keeper Coltorti war zur Stelle und konnte den Ball wegfausten. Der FCH versuchte schnell und ohne Umwege zum Torerfolg zu kommen. Auf der Gegenseite sorgte RB-Stürmer Frahn für erste Gefahr. FCH-Innenverteidiger Wittek konnte dessen Schuss aber noch klären. Mitte der ersten Hälfte musste dann auch das erste Mal ErolSabanov ins Geschehen eingreifen. Er konnte einen Schlenzer von Christian Müller mit einer tollen Parade noch um den Pfosten lenken. Danach waren Torchancen eher Mangelware, was auch daran lag, dass nun mehr Härte im Spiel war.
Kurz vor der Pause hatte der FCH noch zweimal die Chance zur Führung. Zuerst scheiterte Sven Sökler an Coltorti. Die zweite Möglichkeit hatte Tim Göhlert nach einer Flanke, aber auch er fand seinen Meister im RB-Keeper. Bevor Schiedsrichter Dr, Jochen Drees zur Pause bat, hatte Kimmich auf Seiten von Leipzig nochmals eine gute Möglichkeit, Aber erneut war Sabanov auf der Hut und konnte dessen Schuss parieren.

Wie schon in Burghausen, war es auch dieses Mal Marc Schnatterer dem die erste Szene im zweiten Durchgang gehörte. Anstatt nach diesem Schuss weiter Druck zu machen, überließ man mehr und mehr den Leipzigern das Spiel. Diese nahmen das Geschenk dankend an und stellten die FCH-Defensive zunehmend vor Probleme. Erst nach einer knappen Stunde gelange es den Jungs vom Schlossberg wieder gefährlich vor’s RB-Tor zu kommen. Titsch Rivero legte am Sechzehner quer auf Niederlechner, der verpasste das Zuspiel aber. Und so entstand die Möglichkeit für Sökler aus dem Hintergrund zum Schuss zu kommen. Doch auch dessen Schuss ging am Tor vorbei.

Im Gegenzug nutzte RB- Stürmer Frahn einen katastrophalen Fehler in der FCH-Defensive. Tim Göhlert passte am eigenen Sechzehner auf Wittek. Doch Göhlert’s ungenaues Anspiel verpasste sein Ziel und Frahn bedankte sich. Er überwand Sabanov locker und lässig und traf zum 0:1. Nach dem Rückstand brachte Frank Schmidt mit Morabit und Thurk zwei neue Angreifer. Aber diese Maßnahme sollte an diesem Nachmittag leider keine Wirkung zeigen. Anstatt den Ausgleich zu erzielen passierte genau das Gegenteil. Die „roten Bullen“ nutzten wieder eine nicht sehr sicher stehende Abwehr und so markierte Dominik Kaiser nach Pass von Frahn das 0:2 für Leipzig.
Das RB ab der 80. Minute mit einem Mann weniger auf dem Platz stand, war an diesem gebrauchten Nachmittag nut noch Makulatur. Mit einem enttäuschenden 0:2 verlor man gegen „Red Bull“ – äh entschuldige – RasenBallsport Leipzig

Auch nach der Niederlage steht der FCH mit 26 Punkten weiterhin an der Tabellenspitze. Der ärgste Verfolger mit 4 Punkten Rückstand ist der SV Darmstadt 98. Direkt einen Platz dahinter steht RB Leipzig auf dem Relegationsplatz mit 5 Punkten Rückstand.

Am nächsten Wochenende findet aufgrund der Länderspielpause kein Liga-Spiel statt. Stattdessen wird auf dem Schlossberg ein „Blitz-Turnier“ als sogenannter „AL-KO Cup“ stattfinden. Teilnehmer sind der 1. FC Heidenheim, der FC. Augsburg, der FC Ingolstadt und der VfR Aalen. Anpfiff zum ersten Spiel am Samstag, 12. Oktober ist um 14 Uhr.